Gemeinsam durch die Galaxis

Planetarium Bochum

Episode 66: Die Himmelsleiter hinauf – Entfernungen im All

Astronomische Plaudereien aus dem Bochumer Planetarium

27.03.2025 37 min

Zusammenfassung & Show Notes

Wie misst man eigentlich Entfernungen im Universum? Und wie hat sich unser Verständnis darüber im Laufe der Jahrhunderte verändert? In dieser Folge erklimmen Susanne und Paul mit euch die „Himmelsleiter“ der Astronomie und zeigen, wie Wissenschaftler über Jahrhunderte hinweg nach Wegen suchten, die kosmischen Distanzen zu bestimmen.

Von den ersten Versuchen mit Venustransits, bei denen Forscher wie Captain Cook im 18. Jahrhundert die einen der sehr seltenen Durchgänge der Venus vor der Sonne beobachteten, bis hin zu den bahnbrechenden Erkenntnissen der modernen Astronomie – unsere beiden Astronomen tauchen mit euch heute ein in die Geschichte der Himmelsvermessung. Die berühmten Keplerschen Gesetze halfen zwar, die Bewegung der Planeten zu verstehen, doch ohne eine verlässliche Bestimmung der Entfernung zwischen Erde und Sonne blieb die Himmelsleiter sogar im Sonnensystem ohne Maßstab. Erst aufwendige Expeditionen brachten uns diesem heiligen Gral der Astronomie näher.

Und dann? Im 19. Jahrhundert brachte die Messung der Parallaxe den nächsten Durchbruch: Wir erfuhren, wie weit weg die nächsten Sterne sind. Heute liefern uns Teleskope und Raumsonden wie Gaia gigantische Datenmengen, die es ermöglichen, Entfernungen für Milliarden von Objekten im All zu berechnen.

Doch nicht nur geometrische Methoden helfen uns weiter – auch das Licht der Sterne verrät uns, wie weit sie entfernt sind. Mithilfe der Spektralanalyse können wir die wahre Leuchtkraft eines Sterns bestimmen und so seine Distanz berechnen.

Wie all diese Methoden zusammenspielen und welche faszinierenden Erkenntnisse sie uns über das Universum liefern – das erfahrt ihr in dieser Folge mit unseren beiden Himmelspaziergängern Susanne und Paul!