Gemeinsam durch die Galaxis

Planetarium Bochum

Episode 93: Kosmische Geisterteilchen. Nobelpreis 2026

Astronomische Plaudereien aus dem Planetarium Bochum

05.11.2026 37 min

Zusammenfassung & Show Notes

Manchmal führt ein galaktischer Spaziergang zuerst nach Stockholm. Nach Ende der „Nobelpreissaison“ 2026 nehmen unsere beiden Himmelspaziergänger Prof. Dr. Susanne Hüttemeister und Astronomiejournalist Paul Hombach uns mit auf eine Exkursion in die Welt der geheimnisvollsten Teilchen des Universums: die Neutrinos. Denn darum ging es beim Physiknobelpreis 2026, der an Francis Halzen, einen belgisch-amerikanischen Astrophysiker, verliehen wurde. Ein kleines bisschen konnten sich aber auch die Bochumer Astronomen als mit ausgezeichnet fühlen.  
Warum? Weil das IceCube-Observatorium am Südpol, für das Halzen vor über 40 Jahren die entscheidende Idee hatte und das er immer noch leitet, eine internationale Kollaboration ist und Deutschland der zweitgrößte Partner, mit starker Beteiligung von Forschenden aus Bochum, Dortmund und Wuppertal. Susanne und Paul flanieren durch das Innere dieses gigantischen Detektors: ein Kubikkilometer antarktisches Eis, durchzogen von Tausenden Lichtsensoren in bis zu 2500 Metern Tiefe. Was genau fängt man dort ein, warum durchqueren Neutrinos ungebremst ein ganzes Lichtjahr Blei und wie gelingt es trotzdem, die wenigen Signale aus den energiereichsten Ecken des Kosmos herauszufiltern?
In Hinter der Schlagzeile dreht sich alles um einen Planeten, der wie ein Phönix aus der Asche gestiegen sein könnte: Um einen jungen Weißen Zwerg kreist offenbar ein jupitergroßes Objekt – möglicherweise entstanden aus dem Gashüllenmaterial des Sterns, das dieser einst von sich warf. Ein recycelter Planet zweiter Generation, der aus dem Nachlass seines toten Muttersterns geboren wurde.
Kopfhörer auf und auf in die Tiefe!